Anaphylaktischer Schock

Über Allergienen wird viel geschrieben und doch weiß kaum jemand, dass eine Allergie einen anaphylaktischen Schock auslösen kann. Der Stich einer Biene oder Wespe, essen von Erdnüssen oder das Verabreichen von Medikamenten reicht aus, um in Lebensgefahr zu geraten. Ohne schnelle ärztliche Hilfe kann es zum Herz-Kreislauf-Stillstand oder Atemstillstand kommen. Ein anaphylaktischer Schock ist die schlimmste Form von Allergien, die man sich vorstellen kann. Innerhalb von kurzer Zeit, nachdem die Person mit dem Allergie-Auslöser in Kontakt kommt, entwickeln sich die Symptome.

Mdchen mit Pflaster

Antikörper

Der Körper hat nach dem ersten Kontakt mit dem möglichen Allergen Antikörper produziert. Erfolgt ein weiterer Kontakt, gerät das überaus sensible Immunsystem innerhalb weniger Minuten in ein Chaos und reagiert mit einer extremen Reaktion, dem anaphylaktischen Schock. In Armen und Beinen erweitern sich die Blutgefäße, eine Reaktion, welche die Gefäßwand poröser macht. Das Blut bleibt nicht mehr in den Gefäßen, sondern strömt in den Körper zu den Organen und Zellen. Das Erweitern der Blutgefäße und der Blutausstrom sind für das Absacken des Blutdrucks ursächlich.

Versorgung mit Sauerstoff

Auf den Schock versucht der Körper zu reagieren und schüttet Botenstoffe wie beispielsweise Adrenalin aus. Er will die Engstellung der Gefäße wieder herstellen und den Blutdruck erhöhen. Fatal ist, durch das Adrenalin verhindert der Körper, dass andere Signalstoffe wie Histamin freigesetzt werden. Beim Versuch, den Blutfluss und die Versorgung mit Sauerstoff zu forcieren, erhöht sich der Herzschlag. Die Vorgänge, die während Minuten im Körper passieren, lösen andere Symptome aus. Diese greifen innerhalb kürzester Zeit auf die anderen Körperteile wie Herz-Kreislauf-System, Atemwege und Verdauungstrakt sowie der Haut über und lösten lebensbedrohliche Umstände aus.

Schweregrade

Vier Schweregrade beschreiben den Oberbegriff anaphylaktischer Schock. Beim ersten Schweregrad besteht keine Lebensgefahr. Dennoch sind die Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel sowie Reaktionen der Haut nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Der erste Schweregrad kann leicht in den zweiten, schwerwiegenderen Schweregrad übergehen. Hier kommt es zum Abfall des Blutdrucks, Übelkeit, Erbrechen, leichte Atemnot sowie ein schnellerer Herzschlag. Kommt zu den genannten Symptomen eine Verkrampfung der Muskulatur der Atemwege hinzu, befindet sich die Person im dritten Schweregrad. Der vierte und letzte Schweregrad führt zum Atemstillstand und zum Herz-Kreislauf-Versagen. Dieser Schwergrad ist im Extremfall tödlich.

Anaphylaktische Schock

Nach einem Insektenstich kann der anaphylaktische Schock innerhalb von zehn Minuten auftreten. Auf Medikamente reagiert der Körper schneller und schon nach fünf Minuten tritt der Schock ein. Bei einer Nahrungsmittelallergie dauert es etwa 30 Minuten, bis Symptome auftreten.

Auslöser der Allergie

Wer eine Allergie hat, sollte die Auslöser der Allergie strickt meiden. Das ist leichter gesagt, als getan, dennoch ist größte Vorsicht geboten, um den anaphylaktischen Schock zu vermeiden.