Osteoporose kann bereits ab 30 auftreten

Im Alter zwischen 30 und 35 Jahren haben die menschlichen Knochen ihre maximale Masse erreicht. Ab dem 36. Lebensjahr nimmt die Knochenmasse zwischen einem halben und einem Prozent pro Jahr ab. Für den menschlichen Körper ist dies ein ganz normaler Prozess, denn Knochen werden, wie auch Zellen, immer wieder abgebaut und erneuert. Bei einigen Menschen baut der Körper weniger Knochenmasse auf, dadurch wird die Knochendichte vermindert. Osteoporose entsteht. Osteoporose ist eine Erkrankung des Skeletts, die systematisch fortschreitet. Diese Erkrankung betrifft nicht nur einen einzigen Knochen, sondern alle Knochen, welche das Skelett aufweist. Osteoporose ist heimtückisch, da sie weder von außen erkennbar ist und keine Beschwerden verursacht.

Portrait of a two smiling woman reading book together in university library

Frauen

An Osteoporose erkranken Frauen häufiger als Männer. Wichtig ist, die Körpergröße immer im Auge zu behalten. Im Körper sind nicht alle Knochen im selben Maße betroffen. Bricht der Oberschenkelhals oder der Arm, haben die Menschen Schmerzen. Wirbelbrüche hingegen verursachen nicht immer Schmerzen. Die Menschen merken erst, dass etwas nicht stimmt, wenn sie plötzlich das oberste Regal im Schrank nicht mehr erreichen. In diesem Augenblick ist es an der Zeit, seine Körpergröße nachzumessen. Ist die Person fünf Zentimeter kleiner geworden, ist eine Untersuchung auf Osteoporose notwendig. Hinter dem Schrumpfvorgang der Körpergröße stecken meist kleine Brüche an den Wirbeln.

Vitamine

Für den Knochenaufbau sind die Hormone Vitamin D und Calcitonin zuständig, welche die Sexualhormone Östrogen bei Frauen, Testosteron bei Männern, regulieren. Während der Wechseljahre kommt es bei Frauen zu einem Östrogenmangel, weil der Körper die Produktion des Sexualhormons nahezu einstellt. Männer haben dieses Problem nicht, weil ihr Körper Testosteron auch im Alter weiterhin bildet.

Knochendichte

Alle Frauen, aber auch Männer, sollten ihre Knochendichte messen lassen, wenn das 70. Lebensjahr erreicht haben. In der Regel ist diese Untersuchung von den Patienten selbst zu bezahlen; Ausnahme ist, wenn bereits Brüche vorliegen, dann übernehmen die gesetzlichen Krankenversicherungen die Kosten für die Messung der Knochendichte.

Rückenschmerzen

Osteoporose entwickelt sich meist über einen langen Zeitraum ohne Anzeichen schleichend. Rückenschmerzen, für die es keine Erklärung gibt, können erste Symptome für Osteoporose sein. Ohne vorherige Anzeichen kann es bereits durch geringe Krafteinwirkung zu einem Knochenbuch kommen. Im fortgeschrittenen Stadium kommt es zu Brüchen der Wirbelkörper, die keine Schmerzen verursachen. Schmerzen verursachen allerdings akute Brüche der Wirbelkörper, die weiter die Beweglich des Menschen einschränken.
Wer bei den ersten Anzeichen einen Arzt aufsucht, hat die Chance auf Heilung. Auch vorbeugende Maßnahmen sind hilfreich. Zu diesen Maßnahmen zählen kalziumreiche Ernährung und eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Vitamin D. Wer außerdem darauf achtet, dass die Lebensmittel wenig Phosphat enthalten, kann seine Vorsorge optimieren.