TV-Serie Dr.House rettet Menschen-Leben

Dr. House Serie rettet Menschenleben Dr. House Serie rettet Menschenleben (© ghughu - Fotolia.com)

Fernsehen ist sehr unterhaltsam, es kann zu Tränen rühren und auch begeistern. Dr. House war ein sehr beliebtes TV-Format und jeden Dienstag sehen mehrere Millionen zu. Diese Serie hat jetzt einem 55-jährigen Mann in Deutschland das Leben gerettet.

Der Mann war schwer krank und die Erkrankung war bereits lebensbedrohlich. Die Symptome waren zuerst unerklärlich, so berichtete das Fachblatt The Lancer am Freitag. Bereits im Mai 2012 kam der Mann in Zentrum für unerkannte Krankheiten nach Marburg. Er litt unter einer starken Herzschwäche, das Seh- und Hörvermögen nahm stetig weiter ab und geschwollene Lymphknoten und Fieberschübe machten dem Mann schwer zu schaffen. Außerdem wurde er täglich von magensäurebedingtem Aufstoßen geplagt.

Professor Jürgen Schäfer und sein Ärzteteam nahmen sich den kompletten Lebenslauf des Mannes vor und versuchten so mögliche Ursachen der Symptome herauszufinden. Es wurde allerdings absolut nichts gefunden, der Mann bekam in seinem Leben nur zwei Hüftgelenke, war ansonsten immer kerngesund.

Einige Mediziner haben sich an eine Folge von Dr. House erinnert. In dieser litt ein Patient an einer Kobalt-Vergiftung. Die Mediziner machten also sofort Bluttests und schließlich bestätigte sich auch die Vermutung der Kobalt-Vergiftung. Diese kam von der eingesetzten Hüft-Prothese. Die Prothese wurde dann gegen eine Keramik-Hüfte ersetzt.

Nach der Operation sind die Werte von Kobalt und Chrom im Blut gesunken und der Zustand hat sich stabilisiert. Nach 14 Monaten hat sich das Herz des Patienten wieder erholt und auch das Hör- und Sehvermögen besserte sich deutlich. Professor Schäfer hat sich als großer Dr. House Fan geoutet und sich glücklicherweise an die Folge mit dem Kobalt erinnert. Serien sind also nicht nur für die Unterhaltung gut, sie können auch Leben retten. Viele Folgen wurden von dem Wissenschaftler bereits bei Vorlesungen als Anschauungsmaterial genutzt.

Quelle: Focus