Erhöhte Cholesterinwerte im Blutbild

Bei der Vorsorgeuntersuchung gehört die Blutabnahme zum Standardprogramm. Ermittelt werden beim Blutbild auch die Werte des Cholesterins. Der strenge Blick des Arztes verheißt nichts Gutes: Die Cholesterinwerte sind zu hoch. Der Patient hat ein erhöhtes Risiko für Schlaganfall, verstopfte Blutgefäße und Herzinfarkt. Schnell greifen Ärzte zum Computer und fertigen ein Rezept für Cholesterinsenker aus. Doch diese nicht harmlos, sondern teilweise gefährlicher für die Gesundheit des Menschen. Das liegt an den Nebenwirkungen, denn diese beinhalten Statine, die teilweise gravierende Wirkungen auf den menschlichen Körper haben. Doch was ist eigentlich Cholesterin?

Warum ist Cholesterin wichtig

Der Körper produziert das Molekül Cholesterin zu einem großen Teil im Darm und in der Leber; auch über die Nahrung erhält der Körper Cholesterin. Im Körper wird Cholesterin gebraucht: aus diesem Molekül werden Vitamin D, Gallensäuren und Steroidhormone produziert. Weiter ist Cholesterin für die Zellwände im Körper ein bedeutender Bestandteil. Das Molekül wird im Blut an Lipoproteine gebunden, da es kaum wasserlöslich ist. Diese Eiweiße sind sozusagen das Taxi, das Cholesterin zu seinen Bestimmungsorten im Körper bringt. Zur Auswahl stehen LDL, VLDL, IDL und HDL.

Wann ist Cholesterin zu hoch und wann zu niedrig

Zeigt das Blutbild hohe Cholesterinwerte an, ist damit der Wert des LDL-Cholesterins gemeint. Üblicherweise sollte dieser Wert nicht höher als 200 mg/di sein. Liegt der Wert höher, spricht der Arzt von einem hohen Cholesterinspiegel. LDL-Cholesterin kennen Patienten besser unter den Begriff „schlechtes Cholesterin“.

Für Erwachsene ab dem 30. Lebensjahr bezahlen die gesetzlichen Krankenversicherungen alle zwei Jahre die Vorsorgeuntersuchung. Dabei entnimmt der Arzt Blut, um im Labor ein Blutbild anfertigen zu lassen. Ist der Cholesterinspiegel erhöht, sollte der Patient seine Essgewohnheiten überprüfen, aber auch, ob er sich bewegt und sich Bewegungen nur im Fernstehen anschaut.

Ursachen für einen hohen oder niedrigen Cholesterinspiegel

Für einen hohen oder erhöhten Cholesterinspiegel kann eine primäre, aber auch eine sekundäre Hypercholesterinanämie die Ursache sein. Die sekundäre Hypercholesterinanämie zeigt sich bei chronischen Erkrankungen von Galle und Leber sowie bei einer Unterfunktion der Schilddrüse. Auch eine unkorrekt eingestellt Diabetes bietet sich als Ursache an. Hauptsächlich ist es aber der Lebensstil des Patienten, der sich ungesund ernährt und viel zu wenig bewegt. Sind die Cholesterinwert zu niedrig, kommt dies bei schweren Krankheiten, Überfunktion der Schilddrüse sowie Leberschwäche vor.

Cholesterin senken ohne Statine

Bei hohem Cholesterinspiegel ist eine Senkung ohne Medikamente kaum machbar. Liegt der Wert noch im Grenzbereich, kann dieser gesenkt werden, wenn die Ernährung umgestellt wird und der Patient Sport treibt oder lange Spaziergänge mit ausholendem Schritt unternimmt.