Zuckerersatz und Kalorien vermindern

Zuckerersatz

Zucker ist ungesund; zu viel Zucker macht dick, verursacht Karies und fördert die Entstehung von Diabetes. Solche Floskeln hört man von Kindesbeinen an, doch kaum jemand mag „Süßspeisen“ ohne Zucker. Aber es gibt ja Ersatzstoffe wie Süßstoff, Saccharin, Stevia oder Xylit. Wer eine Diät macht, der greift automatisch auf diese kalorienarmen Zuckerersatzstoffe, die auch zum Backen und Kochen eignen. Auf den Blutzuckerspiegel haben die Ersatzstoffe einen wesentlich geringeren Einfluss als normaler Zucker. Aber sind Zuckerersatzstoffe wirklich gesünder oder ist das nur eine Verkaufsstrategie?

Zuckerersatz hat weniger Kalorien

Jährlich verbrauchen die Menschen in Deutschland ungefähr 35 Kilogramm Zucker und das pro Person. Zucker ist nicht nur in Schokolade und Co. enthalten, sondern auch in Fertiggerichten, Softdrinks und Fruchtsäften. Saccharose oder üblicher Haushaltszucker hat den Ruf, dass er äußerst ungesund ist und verschiedene Krankheiten fördert. Auch fördert Zucker das Übergewicht der Verbraucher, das in Deutschland zu einem Problem wird.

Während Haushaltszucker 400 Kilokalorien je 100 Gramm an die Verbraucher weitergibt, haben Ersatzstoffe in der Regel deutlich weniger Kalorien zu verzeichnen; einige sogar keine Kalorien. Die These, Zuckerersatzstoffe fördern den Heißhunger, konnte bisher nicht belegt werden. Die meisten Zuckererstoffe sind nicht kariogen, was bedeutet, sie fördern Karies nicht. Auch beeinflussen sie nicht den Blutzuckerspiegel.

Es gibt Unterschiede

Zuckersatz wird in drei Kategorien eingeteilt: Süßstoff, Zuckeraustauschstoff und Zuckerersatzstoff.

Zuckerersatzstoff ist der Überbegriff aller Formen wie Süßstoff und Zuckeraustauschstoff sowie alle Alternativen zum Haushaltszucker.

Süßstoffe werden oft chemisch hergestellt. Es gibt aber auch natürlich produzierten Süßstoff, der allerdings eine sehr hohe Süßkraft hat. Ob chemisch oder natürlich produziert – beide Produkte fördern nicht Karies, enthalten fast keine Kalorien und beeinflussen auch den Blutzucker nicht. Süßstoff ist für Diabetiker bestens geeignet.

Unter Zuckeraustauschstoff werden Kohlenhydrate verstanden, die unabhängig von Insulin verstoffwechselt werden. Sie beeinflussen nur in geringem Maße den Blutzuckerspiegel. Zu den Zuckeraustauschstoffen gehören Fruchtzucker und Zuckeralkohole. Die Süßkraft ist gegenüber normalem Haushaltszucker meist geringer, dasselbe gilt auch für die Kalorien. Allerdings eignet sich Fruchtzucker nicht als Zuckerersatz.

Ist Zuckerersatz gesünder?

Einig sind sich Wissenschaftler bisher nur in dem Punkt, dass die Menschen in Deutschland zu viel Zucker konsumieren. Ob Zuckerersatzstoffe wirklich eine Alternative sind, darüber sind sich Wissenschaftler nicht einig. Wichtig ist bei der Verwendung von Zuckerersatzstoffe, dass man diese nur in Maßen genießt. Denn wie alles auf der Welt, haben auch Zuckerersatzstoffe Vor- und Nachteile.

Fazit

Der Gesundheit und dem Körpergewicht zuliebe ist es sinnvoll auf Zucker zu verzichten oder diesen nur geringen Mengen zu sich zu nehmen. Als Alternative bieten sich Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe an.