Arthrose ist eine Erkrankung der Gelenke

Arthrose (© Stasique - Fotolia.com)

Aufgrund des geschädigten Gelenkknorpels ist das Gelenk ohne „Knautschzone“, wird überlastet und verursacht Schmerzen. Arthrose ist nicht heilbar, in der Regel sind die Symptome durch entsprechende Maßnahmen zu lindern. Da der Gelenkknorpel durch Verschleiß nicht mehr intakt ist und bleibt, ist Arthrose in den Bereich chronischer Erkrankungen anzusiedeln.

 

rztin im weissen Kittel und Stethoskop mit verschrnkten Arme

Arthritis

Nicht verwechseln darf man Arthrose mit Arthritis. Auch wenn die Begriffe sehr ähnlich sind, beschreibt jeder Begriff eine andere Erkrankung. Bei Arthrose liegt eine Abnutzung des Gelenkknorpels vor; bei Arthritis eine Entzündung der Gelenke. Arthrose tritt überall dort auf, wo sich ein Gelenk befindet. Am häufigsten tritt sie im Kniegelenk, Schulter- und Hüftgelenk sowie im Sprunggelenk auf. Auch in den Fingern, den Handgelenken und am Ellenbogen kommen die Abnutzungserscheinungen zum Vorschein.

Gelenkknorpel

In der Regel treten Schmerzen im Bereich des geschädigten Gelenkknorpels auf. Diese Schmerzen bleiben nicht ständig beim Betroffenen, sondern zeigen sich Monate oder Jahre gar nicht, um bei einer Überlastung wieder aufzutreten. In der Regel verschreiben Ärzte bei der Diagnose Arthrose Tabletten und Salben. Die Tabletten sind –nach der Höhe ihrer Dosierung – nicht für jeden Menschen verträglich. Salben helfen in der Regel nicht viel. Ein homöopathisches Arzneimittel, das gut verträglich ist und Wirkung zeigt, ist die Teufelskralle.

Muskelaufbautraining

Bevor sich Betroffene einer Operation und der Entscheidung zu einem künstlichen Gelenk unterziehen, sollten sie andere Möglichkeiten in Betracht ziehen. Beispielsweise Muskelaufbautraining. Eine gut trainierte Muskulatur unterstützt die Gelenke und kann die Arthrose mit ihren Schmerzattacken in ihre Schranken weisen. Weiter ist es wichtig, sich täglich ausreichend zu bewegen. Von Bedeutung hat auch das Körpergewicht. Je mehr Gewicht die Gelenke tragen müssen, um so höher ist die Beanspruchung. Eine Überbeanspruchung führt wiederum zur Verstärkung der Knorpelschädigung, was Schmerzen verursacht. Entlasten kann der Betroffene seine Gelenke, indem er auf ein gesundes Körpergewicht achtet.

Gelenkknorpel

Erfolgreich ist auch die Behandlung mit Hyaluronsäure, die der Arzt direkt in das geschädigte Gelenk spritzt. Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil des Gelenkknorpels, auch Gelenkschmiere genannt. Eine andere Substanz ist Chondroitinsulfat, dessen Wirksamkeit allerdings bisher nicht belegt ist. Der allerletzte Ausweg ist der operative Eingriff. Welche Methode die Ärzte anwenden, ist abhängig von der Schädigung des Gelenkknorpels. Relevant sind ebenfalls das Alter sowie der gesundheitliche Allgemeinzustand des Betroffenen. Es gibt verschiedene Arten des operativen Eingriffs. Beispielsweise die Arthroskopie, bei welcher der Arzt das Knorpelgewebe anbohrt. Diese Methode dient dazu, den Knorpel zur Bildung von neuem Gewebe anzuregen. Weitere Methoden sind das Einsetzen eines endoprothetischen Gelenkersatz oder eine operative Versteifung des Gelenks.