Gürtelrose ist eine gefährliche Erkrankung

Gürtelrose ist eine gefährliche Erkrankung (© Zerbor - Fotolia.com)

Harmlos klingt der Begriff Gürtelrose, doch was diese Erkrankung bewirkt, ist alles andere als arglos. Ein anderer Name für Gürtelrose ist Herpes-Zoster. Auslöser für diese Erkrankung ist das Varizella-Zoster-Virus, das zu Hautausschlag führt. Bläschen und Rötungen, in verschiedenen Stadien ihrer Entwicklung verbreiten sich auf dem Körper. Auch wenn die Bezeichnung „Gürtelrose“ ist, bedeutet dies nicht, dass die Viren nicht auch an anderen Körperstellen befallen.

Das Varizella-Zoster-Virus – kurz VZV

Das Varizella-Zoster-Virus – kurz VZV – gehört in die Gruppe der Herpesviren. Meist tritt Gürtelrose entlang des Rückens oder der Brustwand auf. Der Ausschlag verteilt sich streifenförmig wie ein Gürtel; daher die Bezeichnungen Gürtelrose. Eine besondere Form der Gürtelrose ist die, wenn sie ohne Ausschlag auftritt. Ob mit oder ohne Ausschlag, immer präsent sind Schmerzen an den betroffenen Körperstellen.

Windpocken

Keine Gürtelrose ohne Windpocken! Zuerst erkranken die Betroffenen an Windpocken, dann kommt es zur Gürtelrose. Bei Windpocken kommt es ebenfalls zu Ausschlag. Diese Erkrankung kann auch ohne Symptome verlaufen. Das Virus, das Windpocken verursachte, bleibt dem Körper in inaktivem Zustand lebenslang erhalten. Das Immunsystem ist nicht in der Lage, das Virus zu vernichten; sondern nur „in Schach zu halten“. Kommt es zur Schwächung des Immunsystems, aktiviert sich das Virus. Zu einem erneuten Auftreten der Windpocken kommt es nicht, es kommt zur Gürtelrose. Gürtelrose ist, wie auch Windpocken, ansteckend. Für Menschen, die noch keine Windpocken hatten, treten diese zuerst auf.

Symptome

Gürtelrose tritt mit unterschiedlichen Symptomen auf. Meist beginnt die Erkrankung mit allgemeinen Erscheinungen wie Abgeschlagenheit und Fieber. Im betroffenen Hautbereich kommt es zu Missempfindungen wie Kribbeln. Schmerzen sind eine Begleiterscheinung der Gürtelrose. Das Zoster-Virus greift die Nerven an, was zu Schmerzen vor und nach dem Ausschlag führt. Am Auffälligsten ist der Hautausschlag, der mit einer Rötung an einer Hautstelle beginnt. In den nächsten zwölf bis 24 Stunden treten Bläschen in Erscheinung, die anfangs eine klare, später eine getrübte Flüssigkeit enthalten. Die Bläschen schließen sich zusammen und platzen auf. Danach folgt die Krustenbildung, die nach Abklingen des Ausschlags verschwindet. Die Symptome dauern bei immunstarken Patienten in der Regel drei Wochen an.

Komplikationen und Behandlung

Ein geschwächtes Immunsystem, wie beispielsweise bei AIDS, Krebs oder anderen Infekten, ist gegen Gürtelrose machtlos. Das zeigt, warum die Erkrankung hauptsächlich im Alter in Erscheinung tritt. Personen unter 50 Jahren sind zu 25 Prozent gefährdet; sind sie älter als 80 Jahre, liegt das Risiko bei 50 Prozent. Ärzte können lediglich die Symptome behandeln, nicht die Ursache. Salben und Tinkturen helfen, den Ausschlag auszutrocknen und den Heilungsprozess zu beschleunigen. Auch Medikamente, die das Virus „in Schach halten“ machen Sinn, wenn Ärzte keine Komplikationen erwarten.