Medikamente und Arzneimittel im Sommer vor Hitze schützen

Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) weist daraufhin, dass bestimmte Wirkstoffe in Arzneien ihre Wirksamkeit verlieren können, wenn sie der Sommerhitze ausgesetzt werden.

Medikamente und Arzneimittel im Sommer vor Hitze schützen Medikamente und Arzneimittel im Sommer vor Hitze schützen (© PhotoSG - Fotolia.com)

Das kann ganz schnell passieren, etwa wenn ein Medikament aus der Apotheke geholt wird und ins Auto gepackt wird. Jetzt nur noch schnell zum Supermarkt und schon kann sich das Auto mit den darin befindlichen Arzneimitteln auf über 60 Grad aufheizen. Die optimale Lagertemperatur für die meisten Medikamente sollten jedoch die 25 Grad Marke nicht überschreiten.

Wirksamkeitsverlust ist nicht immer erkennbar

Der Apotheker Dr. Wolfgang Kircher von der AMK informiert darüber, dass die verlorene Wirksamkeit äußerlich nicht immer erkennbar ist. Ganz besonders versteht sich dieser Hinweis bezüglich großer Hitze in Verbindung mit direkter Sonneneinstrahlung. Klettert das Thermometer außergewöhnlich hoch, kann es sogar zu einer Überdosierung kommen, beispielsweise bei Wirkstoffpflastern. Auch bei Asthmasprays kann durch die Wärme und Sonnenbestrahlung die Wirksamkeit elementar beeinflusst werden.

Die AMK rät, hitzegeschädigte Medikamente nicht mehr einzunehmen, vor allem dann nicht, wenn die Arzneimittel äußerliche Anzeichen für eine Schädigung zeigen. So können Zäpfchen durch die Sonnenbestrahlung zu schmelzen beginnen, was eine Umverteilung des Wirkstoffes zur Folge hat. Bei Cremes und Salben ist oft der Fettanteil das Problem, denn Fett kann bei großer Wärmeentwicklung relativ schnell ranzig werden und verderben. Auch in solch einem Fall sollte das Produkt nicht mehr angewandt werden.

So überstehen Medikamente eine große Hitzewelle schadlos

Wer seine Medikamente mit ins Auto nimmt, sollte sie möglichst geschützt lagern. Am besten sind Arzneimittel in einer Kühltasche unter den Sitzen oder im Kofferraum aufgehoben. Weder die Kofferraumablage noch das Armaturenbrett eignen sich als Aufbewahrungsplätze. Allerdings gibt es auch Medizin, die immer auf Kühlschranktemperatur gelagert werden muss, etwa Insulin oder Biologicals. Bei solchen Produkten ist es eine Überlegung wert, sich mit einer speziellen Kühlbox auszurüsten.

Nicht direkt an Kühlaggregaten kühlen

Doch Vorsicht bei Kühltaschen- oder Boxen: Hat ein Medikament direkten Kontakt zu einem Kühlelement, kann es auch einfrieren – das ist genauso schlecht wie eine Überhitzung. Wenn schon Kühlakkus verwendet werden, dann sollte die Arznei in ein Handtuch gewickelt werden. So sollte es unbeschadet die Reise überstehen.

Quelle: Weser-Kurier