Faszination Tauchen – Gesundheit vorausgesetzt

Gefahren beim Tauchen Faszination Tauchen - Gesundheit vorausgesetzt (© Patryk Kosmider - Fotolia.com)

Für viele Menschen ist der Urlaub am Meer das einzig Wahre. Baden, Schnorcheln, Relaxen – oder die sagenhafte Unterwasserwelt erkunden, davon träumen viele Menschen. Doch das Abtauchen in Richtung Meeresgrund birgt Gefahren, die niemand auf die leichte Schulter nehmen sollte.

Die tauchärztliche Untersuchung ist Pflicht

Tauchen ist zweifelsohne eine der schönsten Freizeitbeschäftigungen, die es gibt. Voraussetzung: absolute Gesundheit. Jeder, der tauchen möchte, muss daher eine gültige tauchsportärztliche Untersuchung vorweisen können. Ohne diese Bescheinigung gibt es in Deutschland keine Teilnahme an den Tauchkursen und im Urlaubsort bekommt man keine Tauchausrüstung.

Die Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin (GTÜM) im bayrischen Murnau empfiehlt für Taucher zwischen 18 und 39, die Untersuchung alle drei Jahre zu wiederholen. Menschen unter 18 Jahren beziehungsweise über 39 sollten sich sogar jährlich untersuchen lassen. Aus dieser Empfehlung geht hervor, wie wichtig Gesundheit beim Tauchen ist.

Heike Gatermann aus Hamburg, oberste Tauchärztin des Verbandes Deutscher Sporttaucher (VDST) erklärt, dass beim Tauchen vieles anders ist. Beispielsweise verändert der Wasserdruck die physiologischen körperlichen Vorgänge, was dazu führt, dass sich körpereigene Gase völlig anders lösen.

Erkrankungen und Tauchen

Wer einen Trommelfell-Defekt hat oder wen eine chronische Entzündung im Bereich der Ohren plagt, für den schließt sich das Tauchen in der Regel laut GTÜM aus. Doch auch Lungenerkrankungen, Herzbeschwerden und Epilepsie sind Gründe, die tauchärztliche Untersuchung nicht zu bestehen. Ein Herzschrittmacher hingegen ist weniger ein Problem – sofern er druckstabil ist.

„Tauchunfälle sind relativ selten“, so Heike Gatermann , doch zwei Dinge werden immer wieder zu einem Problem: Selbstüberschätzung und fehlende Fitness. Es reicht einfach nicht, völlig untrainiert in das Tauchabenteuer zu starten. Wer unerfahren in Sachen Tauchen ist, sollte einer etwaigen Gefahrensituation dann wenigstens durch körperliche Fitness entkommen können.

Ein Blick auf die vergangenen Jahre zeigt, dass Tauchunfälle aufgrund technischer Mängel der Ausrüstung rückläufig sind. Ein Grund ist hierbei sicher auch die innovative Technik, die beim Tauchen eingesetzt wird. Doch der Mensch bedient diese Technik und er bleibt in jedem Fall das Restrisiko.

Einige Regeln machen den großen Tauchurlaub etwas sicherer:

  • Regelmäßig schwimmen
  • Schnorcheln – so oft es geht
  • Vor dem Tauchgang genügend Wasser trinken

Letztendlich sollte jeder ambitionierte Taucher seinen gesunden Menschenverstand einschalten, wenn er sich in die Tiefen des Meeres begibt. Auch wenn es keine offizielle Statistik gibt – die Zahl der Unfälle durch Selbstüberschätzung wäre deutlich geringer.