Warum wir uns immer wieder Erkältungen einfangen

Winterzeit ist Erkältungszeit

Sobald die Temperaturen sinken und die Tage wieder kürzer und nässer werden, beginnt klassischerweise die Erkältungs-Zeit. Eine laufende Nase, Husten, ein Gefühl der körperlichen Schwäche und Fieber sind typische Symptome für eine Erkältung beziehungsweise einen grippalen Infekt.

Wie Kälte eine Erkältung begünstigen kann

Bereits das Wort Erkältung impliziert, dass Kälte in einem engen Zusammenhang mit einer Erkältung stehen kann. Kälte belastet den Körper und den Kreislauf, was zwangsläufig zu einer Schwächung des Immunsystems führt. Diese Schwächung ist ein idealer Nährboden für die über 200 verschiedenen Erkältungsviren.
Forscher konnten herausfinden, dass die Nase bei Kälte besonders empfindlich ist und Erkältungsviren primär durch die Nase in den Körper gelangen. Kühlt die Nase bei niedrigen Temperaturen aus, ziehen sich die Zellen in der Nase zusammen und der Abwehrmechanismus funktioniert schlechter. Erkältungsviren hingegen fühlen sich bei niedrigen Temperaturen wohl und vermehren sich stark – es kommt zu einer Infektion mit einem von über hundert Rhinoviren.
Hilfreich ist es, sich bei Kälte warm anzuziehen und auch das Gesicht weitestgehend zu bedecken.

Kontakt mit Erkältungsviren

Ein weiterer Faktor der kalten Jahreszeit begünstigt, warum es gehäuft zu Erkältungen kommt. Im Winter wird sich vermehrt in beheizten Räumen aufgehalten. Heizungsluft trocknet die Schleimhäute der Nase, des Rachens und der Atemwege aus und diese sind daher ähnlich wie bei Kälte ein hervorragender Nährboden für Viren. Zugleich halten sich bei niedrigen Temperaturen Menschen gehäuft in geschlossenen Räumen auf. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit durch eine Tröpfchen- oder Kontaktinfektion mit den Viren in Kontakt zu kommen.
Im Winter und insbesondere beim Aufenthalt in öffentlichen Räumlichkeiten ist es sinnig, sich häufiger die Hände zu desinfizieren. Zu Hause kann durch regelmäßiges Lüften und einem Luftbefeuchter der trockenen Heizungsluft entgegengewirkt werden. Spaziergänge im Freien stellen ebenfalls eine Erleichterung für den Körper dar und unterstützen das Immunsystem.

Welche Rolle das Immunsystem wirklich spielt

Eine Erkältung tritt allerdings nicht nur bei tiefen Temperaturen auf. Ist das Immunsystem geschwächt, kann es sich nur unzureichend gegen Erkältungsviren verteidigen. Die Ursachen für diese Schwächung sind vielfältig. Stress, eine ungesunde Ernährung, Schlafmangel, rauchen, häufiger Alkoholkonsum und andere Krankheiten sind mögliche Gründe, warum das Immunsystem sich gegen die Viren nicht zur Wehr setzen kann.
Während psychischer Stress von vielen Menschen als Stress wahrgenommen wird, ist vielen nicht bewusst, dass beispielsweise eine ungesunde Ernährung und regelmäßiger Alkoholkonsum unbemerkt für den Körper große Stressfaktoren darstellen. Bei Stress schüttet der Körper Cortisol aus, welches in der Folge das körpereigene Immunsystem unterdrückt. Die Infektionsanfälligkeit steigt.