Mehr Menschen erkranken nach Zeckenbissen

Die Gefahr aus der Natur. Immer mehr Menschen erkranken nach einem Zeckenbiss.

Gefahren durch Zeckenbisse Gefahren durch Zeckenbisse (© Marco2811 - Fotolia.com)

Im Jahr 2013 sind hunderte Menschen an einer Hirnhautentzündung erkrankt. Die aktuellen Statistiken ergaben, dass es somit mehr waren als noch ein Jahr zuvor. Es wird geraten sich besser davor zu schützen.

Hundebesitzer und Pilzsammler lernen die kleinen bissigen Insekten kennen. Letztes Jahr sind in Deutschland überdurchschnittlich viele Menschen nach einem Zeckenstich erkrankt. Dies hat jetzt das Robert Koch Institut bekannt gegeben. Es wird geraten sich besser impfen zu lassen bzw. Gespräche mit dem Hausarzt aufzunehmen.

Risikogebiete auch in Deutschland

Es gibt auch in Deutschland eine Menge Risikogebiete und hier sollte besser aufgeklärt werden. Der Zusammenhang zwischen Impfquoten und Erkrankungszahlen ist klar zu erkennen. Mehr als 400 Meldungen über eine Frühsommer-Meningoenzephalitis gab es allein im Jahre 2013. Zum Vergleich – im Jahr 2012 waren es nur 195.

Ungefähr die Hälfte davon erkrankten an einer Hirnhautentzündung. Es können Lähmungen und schwere Schäden der Konzentration auftreten.

Milde Temperaturen im Herbst

Es gibt eine Menge Gründe für die schwankenden Infektionszahlen. Die Zahl der Mäuse ist hierbei nicht unerheblich. Mäuse sind Tiere, die Zeckenlarven mit sich herumtragen. Das Wetter spielt dabei eine ebenso große Rolle. Ist der Sommer warm und nicht zu trocken, dann fühlen sich Zecken sehr wohl. Auch ein sehr langer und warmer Herbst begünstigen die Zeckenvermehrung. Außerdem ist auch das Verhalten des Menschen Schuld. Je schöner das Wetter, desto mehr Ausflüge werden unternommen.

Impfungen um Kinder zu schützen

Nicht jede Zecke trägt auch das gefährliche Virus in sich. Vor allem die Zecken im Süden verbreiten das Virus, im Norden dagegen eher weniger. In vielen Gebieten ist in den letzten Jahren das Virus wieder komplett verschwunden.

Es gibt bei FSME kein Gegenmittel. Zuerst werden Symptome wie bei einer Grippe empfunden und dann kommen auch neurologische Probleme hinzu. Diese können teilweise sehr schwer ausfallen.

Eine Dreifachimpfung kann helfen um sich vor FSME zu schützen. Vor allem für Kinder ist dies sehr empfehlenswert.

Bisher weiß man noch nicht ob die Infektionszahlen für 2014 im Vergleich zu 2013 in den Risikogebieten wie Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Thüringen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland verändert haben. Die ersten Erhebungen dazu werden im Herbst starten.