Eine Krankheit, die Zecken übertragen, ist die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Dabei handelt es sich um eine Hirnhaut- oder Hirnentzündung, in einigen Fällen auch um eine Entzündung de Rückenmarks. Auslöser ist das FSME-Virus, dessen Übertragung durch Zecken auf Menschen erfolgt. FSME tritt in der Regel im Sommer auf und auch nur dort, wo eine Infektionsgefahr vorhanden ist. Zecken, die das FSME-Virus in sich tragen, gibt es in Deutschland in den Wiesen- und Waldregionen in Süddeutschland. Auch Sandfliegen und Mücken können das Virus übertragen, bei uns sind es Zecken, die das Virus an den Menschen weitergeben.

Golden wheat field with sunny sky close up

Zecke

Nicht jede Zecke trägt das Virus in sich. Die Übertragung erfolgt, wenn die Zecke sticht und die betäubenden Substanzen in den Körper eindringen. Nur etwa zwei bis fünf Prozent der Zecken sind mit dem Virus infiziert und nur etwa ein Drittel der von Zecken gestochenen Menschen erkranken an FSME. Zwischen dem Zeckenstich und dem Ausbruch von FSME vergehen ein bis zwei Wochen. Die Inkubationszeit ist deshalb so lang, weil sich das Virus erst zum Gehirn durcharbeiten muss.

FSME

FSME ist nicht mit Borreliose zu verwechseln. Bei Lyme-Borreliose sind Bakterien die Ursache für die Erkrankung, bei FSME ist es ein Virus.
Die Krankheit verläuft in zwei Phasen. Grippeähnliche Symptome treten etwa zehn Tage nach dem Stich der Zecke auf. Diese halten eine Woche an. Während dieser ersten Phase haben Patienten Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und klagen über ein übliches Krankheitsgefühl. Meist werden diese Symptome als Grippe oder grippalen Infekt diagnostiziert. FSME lässt sich während der ersten Phase nur schwer feststellen. Auch ist vielen Patienten nicht bewusst, dass sie von einer Zecke gestochen wurden.

Fieber

Mit dem Absinken des Fiebers endet die erste Krankheitsphase. Bei zehn bis dreißig Prozent der Patienten kommt es zur zweiten Phase. Bei ihnen steigt das Fieber erneut an. Weiter kommen neurologische Probleme wie Lähmungen und Bewusstseinsstörungen hinzu. Von den Betroffenen erleidet etwa die Hälfte eine Hirnhautentzündung oder Meningitis. Die Entzündung greift bei weniger als die Hälfte der Patienten auf das Gehirn über (Meningoenzephalomyelitis). In ganz seltenen Fällen greifen die Viren das Rückenmark oder die Nervenwurzeln am Rückenmark an. In diesem Stadium ist FSME im Blut nachweisbar. Ein Prozent der Erkrankten sterben an FSME. Allerdings sind Patienten, die einmal FSME hatten, gegen den Erreger immun.

Folgen

Die Erkrankung bleibt meist ohne Folgeerscheinungen. Bei einigen Patienten bleiben Beschwerden allerdings dauerhaft erhalten. Folgeschäden können epileptische Anfälle, Kopfschmerzen oder Konzentrationsstörungen sein.Die Impfung gegen FSME bietet einen Schutz für einen begrenzten Zeitraum. Es ist eine regelmäßige Auffrischung notwendig.