Schmerzen im Hüftbereich: Ischias oder andere Erkrankung?

Ein stechender, nicht enden wollender Schmerz im Hüftbereich führt den Betroffenen zum Arzt. Meist gehen Mediziner von Ischias aus und spritzen Cortison. Lassen die Schmerzen nicht nach, ist der Orthopäde die nächste Anlaufstation. Dieser fertigt ein Röntgenbild an und erkennt eine Erkrankung, die kein Patient hören will: Sie haben Arthrose.

Arthrose

Arthrose ist eine nicht entzündliche Erkrankung der Gelenke durch Verschleiß. Der Gelenkknorpel, die Knorpelsubstanz und die Knorpelschicht sind nicht mehr intakt, wodurch die Gelenke keine „Pufferzone“ haben und aufeinander reiben. Eines vorweg: Arthrose ist nicht heilbar, die beschädigten Zellen sind nicht zu ersetzen. In vielen Fällen raten Ärzte zu einer Operation.

Wo tritt Arthrose auf?

Arthrose tritt überall dort auf, wo sich im Körper Gelenke befinden. Schulter, Knie, Hüfte, Sprunggelenk sowie an Ellenbogen und kleinen Wirbelgelenken. Auch an den Gelenken in den Fingern und Händen sowie in den Zehen kommt Arthrose vor.

Symptome

In der Regel beschränkt sich Arthrose anfangs auf ein Gelenk. Später kommen unter Umständen weitere Gelenke hinzu. Die ersten Anzeichen sind Belastungsschmerzen, die dann auftreten, wenn der Betroffene einer nicht alltäglichen Tätigkeit nachgeht. Im weiteren Verlauf der Erkrankung schmerzen die Gelenke bei der kleinsten Bewegung.  Die Schmerzen sind nicht konstant, sondern treten phasenweise auf. Es gibt Patienten, die viele Jahre keine Schmerzen haben. Plötzlich sind sie nicht mehr in der Lage, sich zu bewegen. Im späten Stadium und bei fortschreitender Arthrose kann es zu Fehlhaltungen kommen.

Therapie

Ein Geheimtipp ist Teufelkralle, ein pflanzlicher Wirkstoff, der sich bei Arthrose als hilfreich erweist. Das Produkt ist als Salbe und in Kapselform erhältlich, wobei Kapseln eine bessere Wirkung zeigen. Weiter ist es ratsam, auf ein gesundes Körpergewicht zu achten. Je mehr Pfunde der Bewegungsapparat tragen muss, umso schmerzhafter kommt die Arthrose zum Vorschein. Bewegung ist ein weiterer Rat, den wir hier weitergeben. Wer Arthrose in der Hüfte hat, weiß, wie schmerzhaft Gehen sein kann. Dennoch ist es hilfreich, wenn der Betroffene „gehen lernt“, und zwar, indem der den Fuß von der Ferse zu den Zehen abrollen lässt. Das ist am Anfang nicht angenehm, doch beugt er so Fehlstellungen vor.

Krafttraining

Auch wenn es sich nicht sinnvoll anhört, Krafttraining und insbesondere Muskelaufbau hält die Arthrose im Zaum. Starke Muskeln entlasten die Gelenke, was zur Schmerzfreiheit führt. Verschlimmert sich die Arthrose, bleibt der operative Eingriff. Eine Operation ist immer das letzte Mittel, das Betroffene einsetzen. Welche Methode der Chirurg anwendet, hängt vom Gelenk und der Schädigung ab. Auch das Alter und der gesundheitliche Allgemeinzustand spielen eine wichtige Rolle.