Rheuma ist eine Autoimmunerkrankung

Rheuma ist eine Autoimmunerkrankung (© Von Schonertagen - Fotolia.com)

Viele Menschen leiden unter Rheuma, eine Erkrankung, welche die Lebensqualität deutlich verringert. Rheuma ist eine Erkrankung, die zu den Autoimmunkrankheiten zählt und mittlerweile zwischen 200 und 400 Erkrankungen beinhaltet. Betroffen sind hauptsächlich Knochen, Gelenke sowie Muskeln, Sehnen und Bänder. Rheuma ist ebenfalls der Oberbegriff verschiedener anderer Krankheiten, unter anderem auch für Fibromyalgie. Der Formenkreis von Rheuma umfasst Erkrankungen, Entzündungen und Veränderungen an Wirbelsäule und Gelenke sowie der Weichteile. Weitere Krankheiten sind Störungen des Stoffwechsels wie beispielsweise bei Gicht, Verschleißerscheinungen der Gelenke und Weichteile sowie Erkrankungen der Gefäße und des Bindegewebes.

Rheuma

Rheuma ist eine Erkrankung, die alle Menschen treffen kann, unabhängig von Alter und Geschlecht, wobei Frauen anfälliger sind. Sie erkranken doppelt so häufig wie Männer. Rheuma tritt zwar meist in der zweiten Lebenshälfte auf, aber auch Kinder, Jugendliche und junge Menschen sind davon betroffen. Allein in Deutschland leiden Millionen Menschen an einer rheumatischen Erkrankung, nach Schätzungen ist ein Prozent der Weltbevölkerung von Rheuma betroffen.

Ursachen

Wissenschaftlich belegt ist, bei einer Erkrankung des Formenkreises Rheuma liegt eine Übersäuerung des Körpers vor. Das Krankheitsbild, das Rheuma ausweist, kann ausschließlich in einem Körper existieren, der übersäuert ist. Dagegen liegen die Ursachen, warum Kinder Rheuma bekommen, noch im Dunkeln.

Symptome

Bei den ersten Symptomen handelt es sich um Anzeichen, die einer Erkältung ähneln. Leichtes Fieber, Müdigkeit und Appetitlosigkeit leiten eine rheumatische Erkrankung ein. Erst später bekommen Betroffene geschwollene Gelenke, die teilweise gerötet und warm sind. Wie die Beschwerden auftreten, ist unterschiedlich. Bei einigen Personen treten sie akut auf, bei anderen Menschen schleichend. Betroffen sind hauptsächlich die Gelenke an Finger, Hand, Zehen und Schulter. Die Gelenke verformen sich während des Krankheitsverlaufs. Die Menschen bekommen starke Schmerzen. Weiter nimmt die Beweglichkeit der betroffenen Gelenke ständig ab.

Diagnose und Behandlung

Eine rheumatische Arthritis beispielsweise kann der Arzt erst diagnostizieren, wenn mindestens drei Gelenke über einen Zeitraum von länger als sechs Wochen entzündet sind. Der Arzt nimmt beim Patienten Blut ab. Im Blut kann er den sogenannten Rheumafaktor mit den typischen Antikörpern feststellen.

Faktoren

Der Rheumafaktor beschreibt die Antikörper, welche im Rahmen einer rheumatischen Erkrankung vorkommen. Diese Antikörper richten sich gegen die Abwehrstoffe, welche der Körper herstellt. Daher haben die Antikörper des Rheumafaktors die Bezeichnung Autoantikörpern.
Rheuma in seinen Formen ist nicht heilbar. Die Krankheit kann der Betroffene jedoch im Griff halten. Zur Behandlung zählen neben entzündungshemmende Medikamente Physiotherapie und Krankengymnastik am Gerät. Ziel ist es, den Muskelaufbau zu fördern, damit die Muskeln die Gelenke unterstützen. Weitere therapeutische Maßnahmen sind Elektro-, Kälte- und Wärmetherapie. Oft ist eine Operation und der Ersatz der geschädigten Gelenke der letzte Ausweg.